Deutsche Skipper im Visier - unterwegs mit der Maas-Polizei

Reportage / 45 Minuten / im Auftrag des WDR

Tägliche Routine: Die holländische Wasserschutzpolizei startet zur Kontrollfahrt auf der Maas, dem wohl beliebtesten maas1Freizeitfluss der Nordrhein-Westfalen, gleich hinter der niederländischen Grenze. In den Yachthäfen liegen tausende Sportboote. Die meisten gehören den Deutschen. Und an den Ufern sitzen die Angler dicht an dicht. Doch nicht alle verhalten sich so, wie Gäste es tun sollten. Oft haben sie nicht mal einen gültigen Angelschein, ganz zu schweigen von den zurück gelassenen Müllbergen und regelrechter Fischwilderei. Nicht selten holt die Maas-Polizei große Netze mit verendeten Fischen aus dem Fluss.

Auch die deutschen Freizeitkapitäne nehmen es nicht immer so genau mit den Vorschriften. Die holländischen Wasserschutzpolizisten aber sind unnachgiebig. Denn sie kennen die Gefahr, die von schnellen Motorbooten, von unzureichenden Sicherheitsausrüstungen und defekten Geräten an Bord ausgehen kann. In jedem Sommer gibt es überfahrene Schwimmer, Kollisionen, Brände… Tote und Verletzte.

Auf der Jagd nach Rasern greifen die Holländer inzwischen sogar zu einem radikalen Mittel: sie lassen die Uniform an Land und gehen mit PSstarken Zivilbooten auf Kontrollfahrt. Und wer sich auf ein vermeintlich harmloses Rennen mit ihnen einlässt, tappt voll in die Falle.

Das Kamerateam um Manfred Schulz und Wiel Verlinden begleitet die Beamten der Wasserschutzpolizei Roermond auf ihrer Maas-Patrouille. Und die Verkehrssünder lassen nicht lange auf sich warten: Fahren ohne Führerschein, Alkohol am Steuer, gefährliche Bootsmanöver, abenteuerliche Ausreden überführter Freizeitkapitäne... und ungläubige, geschockte Gesichter. Denn die Folgen für die Betroffenen sind erheblich: Geldbußen von mehreren hundert Euro bis hin zur Anzeige. Ein hartes Durchgreifen, das man in deutschen Bootsrevieren so nicht kennt.

Schifffahrt aus Leidenschaft - die Rickmers-Dynastie

Dokumentation / 60 Minuten / im Auftrag des NDR

Es ist die Geschichte der Rickmers Werft und Reederei. Im Vordergrund steht die außergewöhnliche unternehmerische Kompetenz der Rickmers-Familie - in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der Schifffahrt in den letzten 150 Jahren. Der Film macht deutlich, mit welchen z.T. visionären Maßnahmen sich das Unternehmen immer wieder den jeweiligen Entwicklungen stellte bzw. diese voran trieb (nationale Wirtschaft, Weltwirtschaft, Wissenschaft und Technik...). Und wie es damit seine Existenz sicherte. Von den bahnbrechenden Ideen des Bootsbauers R. C. Rickmers bis hin zum Bau der heute modernsten Containerriesen auf den Weltmeeren und dem Geschäft mit ihnen.

80 Meter über dem Tod - der Letzte von U77 kehrt zurück

Portrait / 45 Minuten / für ARD-Reihe „Menschen hautnah“

Ein Alptraum. Seit 60 Jahren ist er hinter Ernst Peter her: Er treibt im eiskalten Wasser, kann die Lichter am Ufer sehen - das rettende Ufer... unerreichbar. Irgendetwas zieht ihn nach unten, immer und immer wieder. Er kämpft einen Todeskampf. Rudi, sein bester Freund, treibt reglos neben ihm... Und auch die anderen... Es sind die Erinnerungen an die schrecklichste Nacht in seinem Leben, die ihn nicht loslassen. Ernst Peter ist der letzte Überlebende von U 77. Das deutsche U-Boot ist 1943 vor der spanischen Küste versenkt worden. Von 43 Mann starben 34. Warum der heute 81jährige überlebt hat, ist ihm selbst noch immer nicht klar. Ja, er hat überlebt. Aber zur Ruhe gekommen ist er nie.

Jetzt endlich, 61 Jahre nach dem Untergang hat Ernst Peter den Mut, sich den Erinnerungen offen zu stellen. Er will versuchen, die Schrecken seiner Vergangenheit abzuschütteln. Der Film begleitet den alten Mann auf eine bewegende Reise dorthin zurück, wo mit dem U-Boot auch ein Teil von ihm in die Tiefe gerissen wurde. Und eine Reise zu den Menschen, die den damals gerade 20jährigen halbtot aus dem Wasser gezogen und ihm ein zweites Leben gegeben haben.

Warten auf den Wind - die vergessenen deutschen Frachtsegler

Dokumentation / 60 Minuten / für den NDR

Immer noch in Fahrt - die letzten Zeugen der Küstenschifffahrt. Der Wohlstand kam auf Schiffen, Jahrhunderte lang, als die Straßen noch nicht da und wenn doch dann schlecht waren und die Pferdefuhrwerke nur mühsam voran kamen. Noch bis zum Zweiten Weltkrieg sorgten kleine Frachtsegler für den Warentransport an den Küsten von Nord- und Ostsee. Sie waren die „Kleinlaster zur See“, vom Wind und den Gezeiten angetrieben mit oft nur zwei oder drei Mann Besatzung. Erst der moderne LKW-Verkehr war ihr Untergang. Nur einige wenige der fast vergessenen alten Frachtsegler sind erhalten und immer noch in Fahrt.

Unter vollen Segeln - mit der Gorch Fock über den Atlantik

Dokumentation / 60 Minuten / für den NDR

Sie gehört zu den schnellsten Großseglern der Welt und besticht durch ihre klassischen Linien: die „Gorch Fock“. Das Segelschulschiff der Deutschen Marine ist aber nicht nur ein Glanzstück in jedem Hafen, sondern auch ein knochenharter Ausbildungsplatz. Der Film begleitet den Windjammer auf einer Ausbildungsreise über den Atlantik, bei der er den Sieg der Großseglerregatta „Tall Ship 2000“ erringt. Und er blickt in die Geschichte des Schiffes seit dem Bau vor über 40 Jahren.

Segeln in der Heimat des Odysseus

Segelabenteuer auf der Suche nach dem Ithaka des Odysseus

Dokumentation / 45 Minuten / für den NDR

Die erste Zeile im Logbuch der deutschen Zehneinhalb-Meter-Yacht „Heidjer VI“ findet sich in Homers Odyssee wieder: „Nun aber will ich Dir Dein Ithaka zeigen, damit Du überzeugt bist.“ Von Kerkyra aus folgt die Crew einem Kurs durch die südlich gelegenen Inseln des Ionischen Meeres. Durch die Bucht von Preveza - in der am 2. September des Jahres 31 v. Chr. die berühmte Seeschlacht von Actium stattfand - werden die Inseln angesteuert, die als Heimat des Odysseus gelten. Doch auf welcher stand der Palast von Odysseus?